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Führungskraft als Lerncoach

Um das Lernen stärker in den Arbeitsprozess zu integrieren und Veränderungen offen und konstruktiv anzugehen, bedarf es Führungskräfte, die dieses proaktiv unterstützen - sie haben eine Schlüsselrolle. 

In der Diskussion der letzen Jahre um Führungsrollen und -ansätze hat sich deutlich die Coaching-Funktion heraus geschält. Personalentwicklung ist nicht mehr allein Rolle von "Personalern", die oft fernab des Produktionsgeschehens in einer Personalabteilung wirken, sondern es ist in noch größerem Maße Aufgabe von Führungskräften. In vielen Unternehmen ist es offizielle  Führungskultur und konkrete Arbeitsanforderung, dass Bedarfsermittlung (z.B. über die Jahresgespräche), Mitarbeitereinführung, Anlernpläne, Qualifizierungsmatrixen etc. in den Händen der Führungskräfte liegen.

Mit der Coaching-Funktion wird dies erweitert. Nicht nur mit einzelnen Instrumenten und Qualifizierungsaktionen soll das Lernen befördert werden, sondern das Entwickeln und Fördern der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist permanente Daueraufgabe der Führungskraft, die sich im Denken und sämtlichen Tun wiederspiegelt. Lernen wird zum selbstverständlichen Bestandteil des normalen Arbeitsalltags.

In T.ELIAS sind mehrere Workshops und Seminare für Führungskräfte durchgeführt worden. Bei KOSTAL und WILO wurden beispielsweise vorbereitende Workshops mit Bereichs- und Abteilungsleitungen durchgeführt, um die Rolle von Schichtleitern, Gruppenkoordinatoren und Anlagenbetreuern als Unterstützer des Lernprozesses der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu klären (wobei gleichzeitig auch die eigene Rolle als Lerncoach thematisiert wurde). Auf dieser Basis wurden dann spezifische Workshops und Seminare durchgeführt. In der Ausgestaltung wurde dabei auf Trainingsmaterialien aus dem Projekt "länger leben - länger arbeiten - länger lernen" der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie zurück gegriffen, in dem ein Training zum Lerncoach entwickelt wurde. Eindrücke und Ergebnisse daraus wurden wiederum mit den Leitungskräften besprochen, um deren Rolle als Unterstützer zur Umsetzung neuer Verhaltensweisen in der Führung weiter zu entwickeln. Es geht also in der Praxis um die Initiierung eines wechselseitigen Kommunikations-Prozesses auf allen Führungsebenen, in dem das Lernen und dessen Integration in die alltägliche Arbeit im Fokus steht.

wb

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